Evangelium des Matthus

Evangelium des Matthus in der Elberfelder Übersetzung
Christus, der Knig, Entstehung ca. 50 n.Chr.

Kapitel 23 von 28

1 Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jngern2 und sprach: Auf Mose`s Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Phariser.3 Alles nun, was sie euch sagen, dass ihr halten sollt, das haltet und tut`s; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun: sie sagen`s wohl, und tun`s nicht.4 Sie binden aber schwere und unertrgliche Brden und legen sie den Menschen auf den Hals; aber sie selbst wollen dieselben nicht mit einem Finger regen.5 Alle ihre Werke aber tun sie, dass sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Sume an ihren Kleidern gross.6 Sie sitzen gern obenan ber Tisch und in den Schulen7 und haben`s gern, dass sie gegrsst werden auf dem Markt und von den Menschen Rabbi genannt werden.8 Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brder.9 Und sollt niemand Vater heissen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.10 Und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen; denn einer ist euer Meister, Christus.11 Der Grsste unter euch soll euer Diener sein.12 Denn wer sich selbst erhht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhht.13 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschliesset vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, lasst ihr nicht hineingehen.14 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr der Witwen Huser fresset und wendet lange Gebete vor! Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfangen.15 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, dass ihr einen Judengenossen macht; und wenn er`s geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hlle, zwiefltig mehr denn ihr seid!16 Weh euch, verblendete Leiter, die ihr sagt: "Wer da schwrt bei dem Tempel, das ist nichts; wer aber schwrt bei dem Gold am Tempel, der ist`s schuldig."17 Ihr Narren und Blinden! Was ist grsser: das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt?18 "Wer da schwrt bei dem Altar, das ist nichts; wer aber schwrt bei dem Opfer, das darauf ist, der ist`s schuldig."19 Ihr Narren und Blinden! Was ist grsser: das Opfer oder der Altar, der das Opfer heiligt?20 Darum, wer da schwrt bei dem Altar, der schwrt bei demselben und bei allem, was darauf ist.21 Und wer da schwrt bei dem Tempel, der schwrt bei demselben und bei dem, der darin wohnt.22 Und wer da schwrt bei dem Himmel, der schwrt bei dem Stuhl Gottes und bei dem, der darauf sitzt.23 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr verzehntet die Minze, Dill und Kmmel, und lasst dahinten das Schwerste im Gesetz, nmlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Dies soll man tun und jenes nicht lassen.24 Ihr verblendeten Leiter, die ihr Mcken seihet und Kamele verschluckt!25 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schsseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist`s voll Raubes und Frasses!26 Du blinder Phariser, reinige zum ersten das Inwendige an Becher und Schssel, auf das auch das Auswendige rein werde!27 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr gleich seid wie die bertnchten Grber, welche auswendig hbsch scheinen, aber inwendig sind sie voller Totengebeine und alles Unflats!28 Also auch ihr: von aussen scheint ihr den Menschen fromm, aber in wendig seid ihr voller Heuchelei und Untugend.29 Weh euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr der Propheten Grber bauet und schmcket der Gerechten Grber30 und sprecht: Wren wir zu unsrer Vter Zeiten gewesen, so wollten wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut!31 So gebt ihr ber euch selbst Zeugnis, dass ihr Kinder seid derer, die die Propheten gettet haben.32 Wohlan, erfllet auch ihr das Mass eurer Vter!33 Ihr Schlangen und Otterngezcht! wie wollt ihr der hllischen Verdammnis entrinnen?34 Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und deren werdet ihr etliche tten und kreuzigen, und etliche werdet ihr geisseln in ihren Schulen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der anderen;35 auf dass ber euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut des gerechten Abel an bis auf das Blut des Zacharias, des Sohnes Berechja`s, welchen ihr gettet habt zwischen dem Tempel und dem Altar.36 Wahrlich ich sage euch, dass solches alles wird ber dies Geschlecht kommen.37 Jerusalem, Jerusalem, die du ttest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Kchlein unter ihre Flgel; und ihr habt nicht gewollt!38 Siehe, euer Haus soll euch wst gelassen werden.39 Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des HERRN!